"The true mystery of the world is the visible, not the invisible."
Oscar Wilde, The Picture of Dorian Gray
"Een oceaan kun je niet opschrijven."
Cees Nooteboom, De Bouddha achter de schutting
"Keine Fotografie ist ein Abbild."
Esther Kinsky, Hain
Wie Wörter nur Wörter sind, so sind Bilder nur Bilder.
Beide verweisen auf etwas.
Immer besteht die Gefahr, dass sie es verdecken.
(Wörter wie Bilder sind aber auch eine eigene Wirklichkeit.)
Habe spät für mich das Fotografieren entdeckt, die Möglichkeit, aus Vorgefun-denem, Unspektakulärem, Bilder zu erzeugen. Und damit eine Weltsicht, ein Lebensgefühl auszudrücken.
Übersetzungen, Korrespon-denzen, Assoziationen. Im besten Fall, Resonanzen.
Vage Fotos, chaotische, über- oder unterbelichtet, unscharf, verrissen, unklar - die nichts beweisen; sie stehen für ein Gefühl der Nicht-Lesbarkeit, der Nicht-Erklärbarkeit der Welt. Es sind diese Fotos, die mir heute wichtig sind.
Ich weiß nicht sehr genau, was ich da eigentlich tue. Fotos, Serien ergeben sich situativ, spontan, intuitiv. Zufallsfunde. Keine Projekte. Kein Konzept. (Das führt zu einer etwas schwierigen Uneinheitlichkeit und 'Sprunghaftigkeit' im Portfolio.)
Für mich faszinierned bleibt die Fotografie als ein apparatives/technisches Konstrukt und Programm (V. Flusser) analog zum Konstrukt unserer visuellen 'Wahrnehmung': Ein Phantom. Eine weitere Erzählung der Welt.
(Die Darstellung scheint auf Smartphone und PC-Bildschirm evtl. nicht optimal; am ehesten lässt sich in die Fotos auf dem Tablet hineinzoomen.)